GESCHICHTE INITIATIVE „MAFIA? NEIN DANKE!
Die deutsche Polizei hat die Initiative „Mafia? Nein danke!“ und das Engagement der italienischen Gemeinde in Berlin als ein „Vorbild im Kampf gegen Straftaten der Mafia“ (Die Welt, 4. Januar 2009) bezeichnet.
Die Initiative „Mafia? Nein danke!“ wurde von Laura Garavini zusammen mit einigen bekannten italienischen Gastronomen in Deutschland nach dem Blutbad von Duisburg gegründet. Killer der `Ndrangheta hatten im August 2007 sechs Italiener vor einem Restaurant erschossen. Die Öffentlichkeit in Deutschland und Europa war schockiert. In deutschen Zeitungen erschienen Titel wie: „Wo Pizza ist, ist Mafia“.
Eine Idee der Initiative „addiopizzo“ in Sizilien aufnehmend, hat sich Laura Garavini unmittelbar nach dem Blutbad von Duisburg in ihrer Heimatstadt Berlin mit einigen Gastronomen in Verbindung gesetzt. Die Reaktion war beeindruckend: Bekannte Restaurant-Betreiber wie Pino Bianco, Fabio Angilé, Gino Puddu, Enzo di Calogero, Massimo Mannozzi und andere erklärten sofort ihre Bereitschaft mitzumachen. Auch in anderen Städten gründete sich die Initiative, zum Beispiel in Köln unter Mithilfe von Giovanni Magazzù, Gigi Campi, Luciano Tassila und Fortunato Freno. Alle Mitglieder der Initiative verpflichten sich schriftlich, jeden Versuch einer Schutzgelderpressung sofort anzuzeigen und niemanden einzustellen, der mit mafiösen Gruppen in Verbindung steht.
Im Dezember 2007 leistete die Initiative „Mafia? Nein danke!“ einen wichtigen Beitrag zur Festnahme von mafiösen Erpressern in Berlin. Dutzende italienische Gastronomen wurden durch eine Reihe von Schutzgelderpressungen bedroht. Um Angst zu verbreiten und die Gastronomen zum Zahlen zu zwingen, legten die Erpresser in einem Restaurant sogar Feuer. Aber die Gastronomen ließen sich nicht einschüchtern. Viele von ihnen setzten sich mit der Initiative „Mafia? Nein danke!“ in Verbindung. 44 Gastronomen haben den Erpressungsversuch angezeigt. Es war die größte Antischutzgeld-Rebellion außerhalb Italiens. Die Berliner Polizei hat das Modell der Initiative „Mafia? Nein danke!“ als Vorbild für andere Nationalitäten im Kampf gegen die organisierte Kriminalität empfohlen.
Die Gründer von „Mafia? Nein danke!“ haben ihr Engagement, gemeinsam mit anderen Italienern in Berlin, in der Initiative „Viva“ fortgesetzt. Im November 2008 hat „Viva“ mit Vertretern der Antimafia-Bewegung Süditaliens Diskussionen zur Legalität in Berliner Schulen organisiert.
Die Initiativen „Mafia? Nein danke!“ und „Viva“ haben nicht nur einen konkreten Beitrag zur Bekämpfung mafiöser Straftaten geleistet, sondern auch geholfen negative Stereotypen zu bekämpfen, mit denen Italiener im Ausland häufig konfrontiert sind. „Wir haben gezeigt“, sagt Laura Garavini, „dass das Stereotyp Italien=Mafia absurd ist. Überall dort, wo Italiener sind, gibt es immer auch ein lautes ‚Nein’ zur Mafia – in Italien, in Deutschland, überall“.
MAFIA? NEIN DANKE!
RASSEGNA STAMPA
NASCITA DELL’INIZIATIVA “MAFIA? NEIN DANKE!” 21 agosto 2007
- Berliner Morgenpost
- Main-Post
- Berliner Kurier
- Die Tageszeitung
- Berliner Zeitung
- El Periòdico Catalunya
FONDAZIONE DI “MAFIA? NEIN DANKE!”: COLONIA 11 settembre 2007
RIBELLIONE AL PIZZO A BERLINO NEL dicembre 2007
- Panorama
- Die Zeit
- Berliner Morgenpost
- Die Tageszeitung
- Corriere della Sera
- Berliner Zeitung
- Tagesspiegel
- Berliner Kurier
- Die Weltt
- Bild